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Im plastischem Werk
von Ines Lietz herrscht Stille. Die Figuren sind eingefroren in
einer beabsichtigten Bewegung, die nie zu Ende geführt wird.
Es ist, als ob einem Geschehen die Zeit entzogen wäre, die
Handlung wird angehalten und deren Wirkung abgewendet. Der Lauf
der Dinge ist stillgelegt, der Schmerz, der Tod werden nie eintreten.
Eine Ursache ohne Wirkung festgehalten in einem zeitlosen Raum.
Nur der kühlen Schönheit der Szene gilt das Interesse
der Künstlerin und nur die Ästhetik der Form wird an die
Schmerzgrenze getrieben. Das Ziel ist das Komprimieren der Zeit
in einen Kubus und Verwerfung der Idee der Zeit als einer Abfolge
von Geschehnissen. Lietz nennt dies eine “holographische Sicht”.
The sculptures of Ines
Lietz are ruled by silence. The figures are
frozen in an intended movement that will never be accomplished.
It is as if time is taken out of an event, as if the action has
been interrupted and its effect averted. The logical course of events
is stopped in its track, pain and death will never occur. Cause
without effect imprisoned in a timeless space. Only the cold beauty
of the scene interests the artist and only the aesthetics of the
form will be pushed to the limit of agony. The aim is to compress
time in a cube and to overthrow the concept of time as a succession
of episodes. Lietz calls this frozen moment a ”holographic
vision”.


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